Renaissance als Kostüm
Das Sickingen-Fest und Elsa Lauras Notenhefte

Kunterbunt gehen Minnesang, Renaissance, höfische Kultur und einfache Volkslieder durcheinander. Hauptsache Feeling.
Am 23. Juli 1910 feiert Bad Kreuznach ein Sickingen-Fest. Schauspieler im Kostüm der Renaissance. Flutlicht-Illuminationen mit Fackelzug. Über Tausend Kurgäste zu Besuch auf einer alten Burg. Mittendrin: Elsa Laura singt „Lieder zur Laute“: Gedämpfte Erotik mit Klangeffekt, wie gerade improvisiert.
Inhalt
- Sommerabend in Bad Kreuznach
- Die „Herberge der Gerechtigkeit“: Das Sickingen-Fest
- Dreilaub, Feinsliebchen und Frau Fiedlerin
- Einfach „eine musikalische Seele“: Elsa Lauras Volksliedheft
- „Meine Lieder zur Laute“: Wettbewerb der Notenhefte
Sommerabend in Bad Kreuznach

Elsa Laura (oben, zweite von rechts) trägt Lieder zur Laute vor.
23. Juli 1910, mitten im Hochsommer. Am Originalschauplatz, der Ebernburg bei Bad Kreuznach, vor dem Hintergrund imposanter Felsenformationen, haben sich schon die Komparsen versammelt. Landsknechte, Reiter, Trompeter, alle in der Tracht des 16. Jahrhunderts gekleidet. Für den Einbruch der Dämmerung ist eine Illumination der Felsen vorbereitet, ausgeklügelte Pyrotechnik soll sie in Purpur tauchen.
Über tausend Gäste versammeln sich. Vorneweg die Reichen und Schönen, die sich einen Sommerurlaub in den Salinenbädern von Bad Kreuznach und Bad Münster am Stein leisten können.
Auf dem Programm: „Ein Abend auf der Ebernburg zur Zeit Franz von Sickingens“, aufgeführt im Burghof. Geboten wird ein reenactment der historischen Ereignisse, die sich rund um Sickingens Burg im Jahr 1521 abgespielt haben. Im Zentrum: Reformator Ulrich von Hutten und Ritter Franz von Sickingen, die Martin Luther in die Ebernburg lotsen möchten. Der reist aber lieber nach Worms und stellt sich dem Kaiser, wo er lautstark für seine Glaubensüberzeugungen einstehen wird. Sei’s drum, die Gesellschaft prostet sich heiter mit Wein zu und wünscht ihm von der Ebernburg aus viel Erfolg.
Die living history verantworten Schauspieler des Kreuznacher Kurtheaters, die heimlich Hauptrolle bekommt eine Sängerin aus Darmstadt: Elsa Laura v. Wolzogen, die Volkslieder zur Laute vorträgt. Weithin sichtbar ist die Burg mit Fahnen und dem Wappen Sickingens ausgeschmückt. Um 18 Uhr geht es los.
Elsa Laura tritt als Kunstfigur auf die improvisierte Bühne im Burghof, fast wie ein Popstar. Sie trägt ein langes Kleid, wie eine vornehme Frau der Renaissance, mit Bordüren im Minnesängerlook. Mehrere Jahrhunderte sind zu einem Fantasiekostüm zusammengezogen: Minnesang, Rittersfrau und Renaissance-Lady in einem. Vor allem eine schöne junge Frau, die anmutig an der Laute zupft. Das lockt das Publikum in Scharen in die Burg.
Elsa Laura für das Festspiel zu gewinnen, war nicht schwierig. Im September erscheinen drei Notensammlungen mit „Liedern zur Laute“. Ende Oktober geht sie auf Tournee in die USA. Sie ist im Begriff, ein Star zu werden. Und das treibt man am besten in lauen Sommernächten auf Kurkonzerten voran.
Nur zu gerne lassen sich die wohlhabenden Kurgästen exklusiv und nebenbei präsentieren, was es Neues gibt. Schon während ihrer Sommerferien, vor allen anderen.
Für Elsa Laura eine Einkommensquelle. Wieder zuhause fragen ihre Zuschauer gleich in den Musikalienhandlungen ihrer Heimatstädte nach den Notenheften. Sie wollen die Schlager wieder hören, die sie während der Kur lieben gelernt haben.
Für die gepflegte Hausmusik. Am Klavier, oder wie es gerade in Mode kommt, auf der Gitarre. Zur Unterhaltung, als Gesprächsthema für den nächsten Besuch. Das hat man jetzt. Habt ihr das noch nicht?
Das Festspiel auf der Ebernburg ist eine subtile Form der Werbung. Elsa Lauras Hefte sollen genauso ein neuer, schicker Einrichtungsgegenstand werden wie eine modische Blumenvase, die man auf die Anrichte im Wohnzimmer, ganz in der Nähe des Klaviers, stellt.
Die „Herberge der Gerechtigkeit“: Das Sickingen-Fest

Als Textdichter für die Show im Burghof haben die Ausrichter den ehrwürdigen, 65-jährigen Heimatforscher Dr. Karl Hessel gewonnen. Hessel ist hauptberuflich Direktor einer Koblenzer Mädchenschule und publiziert schon seit Beginn seiner Dienstzeit fleißig Bücher. Seine gelehrten Interessen verbindet er mit eigenen dichterischen Versuchen. Außer Lesebüchern für den Unterricht stellt er Sammlungen von Lokalsagen und Rheingedichten zusammen. Er verfasst gelehrte Abhandlungen und eine Promotion über „Reiseskizzen aus Griechenland“, aber auch Lokalpossen, gerne in Dialekt. Und jetzt ein Festspiel für die Ebernburg.
Hessels Text, „Die Herberge der Gerechtigkeit“, bricht gleich zu Beginn unter der angehäuften Gelehrsamkeit zusammen. Tell, don‘t show. Warum als aktiongeladene Handlung zeigen, was man auch langwierig erklären kann?
Zum Auftakt zeigt das Festspiel, wie man sich mutige Reformer und ihr Umfeld vorstellen darf. Der Burghof wird Kulisse. Burgherr Franz von Sickingen und Kaplan Martin Bucer, Huttens Schreiber, sind Luther entgegengeritten. Mit einem zünftigen Humpen Wein verkürzen sich die Daheimgebliebenen das nervöse Warten. Gerahmt von Landsknechten, auf einer Aussichtsplattform, damit man die Reiter gleich kommen sieht.
Elsa Laura lässt feurigen Wein servieren, ihr Mann Hartmut vertritt den Hausherrn und moderiert die Gespräche der Gäste. Sofort tun sich Gräben auf. Hier, auf der Reformerseite, Ulrich von Hutten, dort Glapio, Vertreter des Kaisers und entschiedener Luther-Kritiker.
Trompetenstoss. (Hartmut, Elsa, Hutten, Glapio kommen, von Pagen geleitet, aus dem Palais der Burg, durchschreiten den Hof und besteigen einen Altan, von wo man das Burgtor vor Augen hat. Ein Page schreitet voran, der ein Brett mit Humpen trägt.)
Hartmut (beim Hinaufsteigen): Da droben wollen wir sitzen und bei einem Humpen feurigen Norheimer Weines den Ritter Franz erwarten!
Elsa: Der ist gekeltert vor Allerheiligentag 1517, das soll ein gutes Zeichen sein, daß Ritter Franz den Luther uns herbeiführt auf die Ebernburg!
Hartmut: Ja, meine liebe Hausfrau Elsa, da sitzen wir hier auf Ebernburg und warten, und wer weiß, was sie derweil aushecken drüben in Worms! Da sind große Dinge im Werk!
Die richtige Action ist anderswo. Also werden die Fakten umständlich erfragt. Wo ist Luther?
Hutten: Oh, könnte ich doch dabei sein auf dem Reichstage zu Worms und unsern Kaiser sehen, das junge Blut, das just 21 Jahre alt ist! Ob er wohl säuberlich umspringen wird mit dem Luther! es paßt dem Kaiser schlecht in den Kram, sonst hätte er nicht den Sickingen auffordern lassen, er sollte den Luther auf die Ebernburg holen, und sonst hätte er Euch nicht hierher gesandt, Herr Glaupio, daß Ihr mit ihm in unserem Burgfrieden hier verhandeln sollt.
Glapio: Also Eur Hofkaplan, der Bucer, ist nach Oppenheim gereist, den Luther abzuholen? Und Ritter Franz ist dem Bucer entgegengeritten?
Hartmut: So ist es, und jeden Augenblick können sie einreiten.
Als Bucer auftaucht und berichtet, dass Luther gleich nach Worms weiterreitet, zeigt Hutten Verständnis und erklärt Luther zum Vorbild für nationale Ertüchtigung. Ein Kraftkerl, der das Land wieder nach vorne bringt. Oder nicht vielleicht doch engstirnig und verbohrt?
Hutten: Das ist kein Eigensinn, das ist Mannesmut. Ich hätt‘ gerne den Dr. Martin allhier auf Ebernburg gehabt, aber er hat recht gehandelt, daß er nach Worms ging. Das ist ein Mann, das ist ein Kerl! Häten wir ein Dutzend so Kerle im Deutschen Reich, es wäre nicht alles so zerfahren und kraus, wie es jetzo ist. So Kerle, wie der Luther einer ist und du einer bist, Franz, so ein Dutzend.
Unter Alkoholeinfluss wird alles noch schlimmer. Hartmut macht den Anfang: „Wir wollen tiefe Züge tun, wie es deutschen Männern geziemt.“ Schon bald werden vermeintliche Nationaltugenden beschworen. Niemals Angst, niemals Zweifel. Sickingen bedankt sich bei Hutten: „Du hast mir Mut ins Herz gegossen und sichere Erkenntnis des Rechten, und hab ich was für recht erkannt, das soll mir kein Teufel entreißen. Menschenfurcht kenn ich nicht!“ Ein Übermensch?
Hessels Figuren deklamieren Thesen über kräftige deutsche Helden und stilisieren Luther als Vorbild für nationale Ertüchtigung. Was bleibt ihnen auch anderes übrig, wenn Luther gar nicht persönlich vorbeikommt?
Den Abschluss bildet der Fackelzug, mit Illumination in Purpur. Schauspieler und Gäste schreiten zum Sickingen-Hutten-Denkmal am Fuss des Berges. Pfarrer Zimmermann aus Bad Münster am Stein spricht erhebende Worte. Begeistert singt die Festgesellschaft die Nationalhymne. Zwei Felsen hinter der Burg, die „Gans“ und „Rheingrafenstein“ werden mit bengalischem Feuer lila angestrahlt. Dafür wird alle Kunst der Pyrotechnik aufgewandt, für die violette Färbung werden rote und blaue Farbensätze umständlich gemischt. Ein Tanzfest im Burgsaal schließt sich an, nur für ausgewählte Gäste.

Elsbeth Krukenberg, für die „Bonner Zeitung“ vor Ort, ist hingerissen. Erhabene Natur und modernste Technik in einem. Vor allem aber ungehemmter Nationalismus:
Von wundervoller Wirkung war es, als hinterher vor dem Hutten-Sickingen-Denkmal die nach vielen Hunderten zählenden Gäste mit den Schauspielern, den Landsknechten usw. vereint „Deutschland, Deutschland über alles“ intonierten, in dem Augenblick, als mächtige Feuer oben auf der Burg aufflammten und gleich hinterher die Felswände des Rheingrafensteins und der Gans in Purpurbeleuchtung erstrahlten. Natur und Kunst zu wundervollem Bilde vereint.
Albert Drossong, Reporter der „Illustrirten Zeitung“, fühlt sich verzaubert wie im Märchen. Die Höhen der umliegenden Berge erglänzten
in feenhafter Beleuchtung. Mond und Sterne befanden sich in zauberhaftem Wettkampf, und so bot sich den Kurgästen der beiden Salinenbäder und den von nah und fern herbeigeströmten Fremden ein Bild von faszinierendem Reiz, dem wir neben der Heidelberger Schloßbeleuchtung nicht Gleichartiges zur Seite zu stellen vermögen.
Faszinierend, reizend, feenhaft. Über allem Mond und Sterne. Zum Träumen. Wo gibt es das sonst noch?
Erst durch Elsa Laura und ihr Kostüm kommt die richtige Stimmung auf. Ihr gelingt es, die weit zurückliegende Vergangenheit zu vergegenwärtigen. Das Festspiel, erklärt Albert Drossong,
macht freilich keinen Anspruch auf geschlossene dramatische Form; es sind vielmehr lose zusammengereihte historische Szenen, die dank der kraftvollen Sprache, des wirkungsvollen dekorativen Hintergrundes und der lebenswahren Darstellung, um die sich namentlich Elsa Laura v. Wolzogen verdient machte, zu effektvoller Wirkung kam.
Elsa Laura, als „Hausfrau“ mit ihrem eigenen Bühnennamen in die Handlung eingebaut, mischt sich selbstbewusst in die Gespräche der Männer ein, die im historisch völlig unpassenden, „hehren“ Vogelweide-Jargon antworten: „Wo habt Ihr denn den Luther?“ „Er hat nicht wollen mitgehen, hehrste Frau!“
Ihre Lieder zur Laute kündigt Elsa Laura mit Renaissance-Kolorit an: „Merkt auf, ein fröhlicher Tanzreigen! Ich singe Euch später mehr, wenn’s zu Gefallen ist.“ Sickingen macht es nach: „Ihr habt recht, Frau Elsa, diesweil Ihr die Hausfrau macht, so singt uns ein frohes Liedlein zur Laute.“ Zwischendurch darf ein soldatisch ausstafierter Männergesangverein „Ein Jäger aus Kurpfalz“ intonieren.
Mit der seltsamen Mischung aus kraftmeierischem Nationalstolz, vaterländischer Feierstunde und fröhlichen Liedern hat unter den Festgästen wohl niemand ein Problem. Schon gar nicht mit Elsa Lauras Fantasiekostüm.
Dreilaub, Feinsliebchen und Frau Fiedlerin

Elsa Laura v. Wolzogen singt „Lieder zu Laute“ (Pressefoto 1910).
Das Sickingen-Fest ist nur eine Variante der Lautenkonzerte, wie sie Elsa Laura seit 1904 gibt. Von Anfang an setzt sie ihr Programm aus variablen Bausteinen zusammen, so wie es vor Ort am besten passt. Mit ihren Liedern wird alles Mögliche kombiniert: Ein gelehrter Festvortrag, ein Männergesangverein, eine kurze dramatische Szene, Dichterlesungen. Hauptsache Abwechslung, wie in Wolzogens „buntem Theater“, aus dem Elsa Laura kommt.
Elsa Laura bringt moderne Unterhaltung, maskiert als altertümlicher Minnesang. Ihr Kostüm zeigt, wie das geht. Kunterbunt gehen Minnesang, Renaissance, höfische Kultur und einfache Volkslieder durcheinander. Hauptsache Feeling.
Für Bad Kreuznach bedeutet das: Sickingen und Luther sorgen für ein unifying theme, geboten werden Lichter, Fackeln, Renaissance-Kostüme, nationale Erbauung und ein staatstragendes Festspiel. Mittendrin „Lieder zu Laute“.
Elsa Laura trägt drei Lieder vor: „Lindenlaub“, „Belohnte Unschuld“ und „Leichte Wahl“. Sie zeigen, wie sie Stimmung macht:
- Die Texte sind gesetzt, als spräche sie frei und direkt zu uns, improvisiert, aus dem Moment heraus. Gerne gibt es Dialoge, die die Handlung intensivieren, oder gefühlvolle Ausrufe.
- Die Worte sind auf ihren Klangeffekt berechnet. Silben werden lautmalend aneinander gereiht, Worte ganz neu konstruiert. Echter als die Renaissance.
- Die Lieder erzählen eine Geschichte, mit überraschender Wendung am Schluss und voller gedämpfter Erotik.
Im „Lindenlaub“ wird ein schönes junges Mädchen besungen.
Dreilaub auf einer Linden
Blühet also wohl – ja wohl!
Sie tät viel tausend Sprünge,
Ihr Herz war freudevoll –
Ich gönn’s dem Maidlein wohl.
Sie hat ein’ roten Munde
Und zwei Äuglein klar – ja klar!
Und rosenfarbne Wangen,
Dazu goldfarbig Haar,
Das zieret sie fürwahr.
Das Maidlein, das ich meine,
Das ist hübsch und fein – ja feine!
So oft ich sie anblicke,
Sich freut das Herze mein –
Ihr eigen will ich sein.
Mit ihrer Vorlage, dem gelehrten Deutschen Liederhort von Ludwig Erk und Franz Magnus Böhme, geht Elsa Laura großzügig um. Aus „Drei Laub“, die blühen, bastelt sie das Kunstwort „Dreilaub“. Das klingt. Die sprießenden Lindenblätter lassen sich jetzt als Kosename für das Mädchen verstehen.
Die von Böhme verworfene zweite Strophe fügt Elsa Laura wieder ein, ersetzt aber den aufdringlich direkten „schneeweißen Leibe“ des Originals durch „rosenfarbne Wangen“. Kantige Wörter der Vorlage sind geglättet: „goldfarbes“ zu „goldfarbig“, „Des eigen“ zu „Ihr eigen“.
Der erotische Unterton des Quelltextes wird gedämpft und zu untergründigem Verlangen verstärkt: „So oft ich sie anblicke“, „Ihr eigen will ich sein“. Bekräftigende Wiederholungen intensivieren die Gefühle: „ja wohl“, „ja klar“, ja feine“. Heraus kommt ein hyper-authentisches Volkslied, echter als die wirkliche Renaissance.
„Belohnte Unschuld“, das zweite Lied, schildert den Dialog zwischen einem werbenden jungen Mann und einem armen, aber jungfräulichen Mädchen, genannt: „Feinsliebchen“, wieder ein Kosename. Vordergründig geht es um Schuhe für das barfüßige Mädchen. Eigentlich um ihre Tugend.
Feinsliebchen, Du sollst mir nicht barfuß gehn,
Du zertrittst Dir die zarten Füßlein schön.
Trallallala!
Warum soll ich denn nicht barfuß geh’n,
Hab’ keine Schuh’ ja anzuzieh’n.
Trallallala!
Feinsliebchen, willst Du mein eigen sein,
So schenk’ ich Dir ein Paar Schühelein.
Trallallala!
Wie kann ich denn Euer eigen sein,
Ich bin ein armes Dienstmägdelein.
Trallallala!
Und bist Du arm, so nehm’ ich Dich doch,
Du hast ja Ehre und Treue noch.
Trallallala!
Die Ehr’ und die Treue mir keiner nahm,
Ich bin wie ich von der Mutter kam.
Trallallala!
Und Ehr’ und Treu’ ist besser wie Geld,
Ich nehm’ mir ein Mädchen, das mir gefällt.
Trallallala!
Was zog er von seinem Fingerlein,
Von Gold, mein Herz, ein Ringelein!
Trallallala!
Wieder mildert Elsa Laura die erotischen Anspielungen der Vorlage, die sie den Deutschen Volksliedern Zuccalmaglios entnimmt. Bei ihm heißt das Lied eindeutig „Die Versuchung“, und die Barfüßige darf sich, nachdem sie den Test bestanden hat, blaue Seidenstrümpfe und Lederschuhe anziehen. Bei Elsa Laura gibt es bloß das Ringelein zur Belohnung.
Die Melodie, die dem Dialog mit effektvollen Mollakkorden zusätzlich Dramatik verleiht, hat Zuccalmaglio selbst dazu erfunden. Umso mehr klingt sie nach dem, was man um 1900 für ein Lied vergangener Zeiten hält. Außer den vielen Verniedlichungen, von „Dienstmägedelein“ bis „Schühelein“, sorgt vor allem der lallende Strophenschluss mit „Trallalala!“ für die richtige Volksliedstimmung.
Der dritte Song stellt die Frage, welchen Beruf sich ein Mann aussuchen muss, um attraktiv zu sein: „Leichte Wahl“. Tatsächlich aus dem 16. Jahrhundert stammt nur die Beamtenschelte der ersten Strophe. Wer will schon „Frau Tintenkleckserin“ genannt werden? Elsa Laura trägt das Lied nach der modernen Fassung vor, die Reimann in seiner Notensammlung Deutsches Lied bietet.
Reimann dichtet den Titel hinzu, Elsa Lausa noch zwei weitere Strophen. Einmal variert sie das Thema („Frau Rehlein Töterin“), dann löst es auf: „Frau Fiedlerin“, des „lust’gen Spielmanns Frawelin“, das wäre ich gerne. Unterwegs mit einem fahrenden Sänger! Eine Fantasie für reiche Leute um 1900, bestimmt kein Wunsch der Renaissance.
Mein Mütterlein, mein Mütterlein,
Das fraget aber mich,
Ob ich wollt’ einen Schreiber:
Nein, ach nein, sprach ich.
Nähm’ ich mir ein’n Schreiber zu meinem Manne,
So hieß man mich Frau Schreiberin
Und Frau Tintenkleckserin,
’s wär’ mir ein’ Schande –
Kein’ Ehr’ im Lande.
Mein Mütterlein, mein Mütterlein,
Das fraget aber mich,
Ob ich wollt’ einen Jäger:
Nein, ach nein, sprach ich.
Nähm’ ich mir ein’n Jäger zu meinem Manne,
So hieß man mich Frau Jägerin,
Hirsch und Rehlein Töterin,
’s wär’ mir ein’ Schande –
Kein’ Ehr’ im Lande.
Mein Mütterlein, mein Mütterlein,
Das fraget aber mich,
Ob ich wollt’ einen Spielmann:
Ja – ach ja – sprach ich.
Nähm’ ich mir ein’n Fiedler zu meinem Manne,
So hieß man mich Frau Fiedlerin,
Des lust’gen Spielmanns Frawelin,
’s wär’ mir kein’ Schande –
Groß’ Ehr’ im Lande.
Elsa Laura nimmt für ihre eigenen Strophen den attraktivsten Baustein der Vorlage auf, die Wortneuschöpfung „Tintenkleckserin“. Schon die „Hirsch und Rehlein Töterin“ übersteigert das Modell. Wer will schon Hirsche und Rehlein töten? Des „Spielmanns Frawelin“ schließlich imitiert perfekt die Sprache des 16. Jahrhunderts, ist aber ganz neu ausgedacht. Dazu noch ein reimender Refrain mit klarer Botschaft – fertig ist das „Volkslied“: „’s wär’ mir kein’ Schande –
Groß’ Ehr’ im Lande.“
Die Liedertexte kann man, genauso wie Hessels komplettes Festspiel-Skript, im Programmheft nachlesen. Als Andenken für zuhause – und ein geschickter Marketing-Schachzug. Denn für den September 1910 steht eine gewichtige Neuerscheinung aus dem Hause Wolzogens an.
Einfach „eine musikalische Seele“: Elsa Lauras Volksliedheft

Kupferstich der Renaissance, auf der Rückseite von Elsa Lauras Notenheft.
Schon seit Juli 1908 gibt es ein schmales Heft, das über den Musikalienhandel vertrieben wird: „Hundert deutsche Volkslieder. Ausgewählt, bearbeitet und zur Laute gesungen von Elsa Laura Freifrau von Wolzogen“. Damit reagiert Elsa Laura auf das immer größer werdende Interesse ihres Publikums an sheet music zu ihren Liedern, wie sie selbst im Vorwort berichtet. Sie hält nicht viel davon, ihr kommt es auf die performance im Konzert an. Was sie im Konzert bringt, kann man nicht einfach nachspielen. Es geht um die Haltung, die man den Lieder gegenüber einnimmt.
Mein Ehrgeiz zielt weniger dahin, eine vorhandene Literatur gut zu reproduzieren, als vielmehr dahin, auf meinem Spezialgebiet eine Finderin und Gestalterin, Wegweiser und Vorbild zu sein.
Wer zuhause nachmachen will, was Elsa Laura auf der Bühne bringt, soll sich an ihr als Finderin und Gestalterin orientieren, nicht an gedruckten Noten. Deswegen enthalt ihre Volksliedsammlung nur die Texte ihres Repertoires und Anmerkungen, wo sie sich welche Noten zusammengesucht hat. So soll es jeder machen:
Ich schaffe mir also mein Repertoir zum größten Teil selbständig, indem ich aus dem überreichen Schatze unserer Volksliedersammlungen auf Entdeckung unbekannter, verschollener, aber wertvoller Texte und Melodien ausgehe, und diese meine Funde, falls mir das nötig erscheint, dichterisch und musikalisch so bearbeite, daß sie im Vortrag zu wirken vermögen.
Volkslieder werden unbekümmert so zurechtgebogen, wie sie selbst es für richtig hält, weil sie „als ausübende Künstlerin zunächst einmal wirken will.“ Und das bedeutet, „die bessernde Hand anzulegen, auch wohl, besonders was die Musik betrifft, völlig Eigenes hinzuzutun.“ Texte werden verbessert und ergänzt, Melodien unter andere Lieder gelegt. Maßstab ist der Erfolg beim Publikum:
Da weder das naive Publikum noch auch gebildete Musiker und Kenner des deutschen Volksliedes jemals eine auffällige Verschiedenheit zwischen den echten Volksmelodien und meinen eigenen Erfindungen bemerkt zu haben scheinen, so darf ich wohl annehmen, daß es mir im allgemeinen geglückt sei, den rechten Ton zu treffen.
Darf man das? Elsa Laura verweist auf Arnim und Brentano, die in ihrer Volksliedersammlung „Des Knaben Wunderhorn“ noch frei ausgestaltet haben. Und überhaupt: Seinen „musikalischen Instinkt“ darf man nicht verleugnen.
Vermutlich ist mir in dieser Beziehung der Umstand von größtem Nutzen gewesen, daß ich nichts weniger als eine theoretisch gebildete Komponistin bin, sondern nur einfach eine musikalische Seele besitze, also sozusagen auch „Volk“ bin. Diesen musikalischen Instinkt habe ich auch ohne viel Kopfzerbrechens in der Ausgestaltung meiner Lautenbegleitungen walten lassen.
Elsa Lauras „musikalische Seele“ ist eine Weiterentwicklung des „noblen Dillettantismus“ und der „gespielten Primitivität“, die ihr Mann Ernst Wolzogens als Leitidee des „buntes Theater“ entwickelt hat:
- „dilettantisch“, weil Elsa Laura ohne viel Kopfzerbrechens Eigenes und Vorgefundenes zurechtlegt, allein dank einer „musikalischen Seele“.
- „primitiv“, weil es um Volkslieder geht. Einfache Melodien, schlichte Texte, seit Hunderten von Jahren gesungen und umgestaltet. Elsa Laura gibt diesem Volk nur ihre Stimme.
- „nobel“, denn nicht jedem gelingt es, so wirkungsvoll zu finden und zu gestalten, dass er Konzertsäle füllt. Elsa Laura ist ein Vorbild, an dem man auch scheitern kann.
- „vorgespielt“, denn all das ist nur Show. Natürlich weiß Elsa Laura ganz genau, was sie da tut. Das Sickingenfest ist lange und sorgfältig geplant, die Lieder mit Bedacht gewählt. Gute Unterhaltung mag locker und zwanglos wirken, der Applaus ist hart erarbeitet. Und ihre selbst zusammengebastelten Songs sind gar keine Volkslieder.
Vor allem hat Elsa Laura die starken Reaktionen aufgenommen, die Wolzogens „buntes Theater“ von Anfang an auslöst. Die Kritik, die die Presse bei der Premiere und danach formuliert, fließt kontinuierlich in das Bühnenprogramm und ab Mai 1901 in den Aufbau ihrer Bühnenpersönlichkeit ein. Am wertvollsten sind die Publikumsreaktionen während der ersten Tour durch Deutschland und Österreich. Mit jeder Show lernt sie dazu.
Elsa Laura Seemann, erst als Lady Minstrel, dann als Frau von Wolzogen, wird zur Verkörperung des „bunten Theaters“. Sie bringt auf den Punkt, worum es geht, und zwar so präzise, dass das „Überbrettl“ als Marke tatsächlich mittlerweile überflüssig ist.
Der Kern: Keine literarische Parodie und Selbstbespiegelung, keine politische Kritik. Lieber eingängige, volkstümliche Schlager. Ruhig mehr Erotik, aber gedämpft.
Die Umsetzung: Elsa Lauras Volkslieder verbinden Pikanterie mit Harmlosigkeit. Dreilaub mag bestimmt sein von ziellosem Verlangen („Sie tät viel tausend Sprünge“), es wird abgemildert zur Schaulust („so oft ich sie anblicke“). FeinsIiebchens Barfüße bleiben trotz aller Zeigefreude vor allem eins: unschuldig. Deswegen darf sie sich auch später etwas anziehen. Und die „leichte Wahl“ eines Heiratskandidaten fällt ausgerechnet auf einen umherziehenden Spielmann. Beamte und Jäger wären dann doch zu spießig.
So kann der Abend problemlos in eine nationale Feierstunde übergehen. Beste Unterhaltung unter Gleichgesinnten. Die Verhältnisse bleiben unangetastet, ja werden sogar bekräftigt: So schön haben wir es in unserem Land!
Klar, dass all das auf einer Bühne stattfinden muss. Nicht umsonst ist auf der Umschlaginnenseite von Elsa Lauras Volksliederheft ein Hinweis auf die Konzertagentur abgedruckt, über die man sie buchen kann.
Ein einmaliges Erlebnis, mündlich vorgetragen, exklusiv für ihr Publikum vor Ort. Auf den Moment kommt es an. „Meine Lieder zur Laute“ genießt man am besten live, von ihr persönlich vorgetragen. Reproduzieren kann man so etwas nicht.
Deswegen enthält Elsa Lauras Volksliederheft von 1908 nur die Texte. Für die Noten verweist sie in Fußnoten auf die bekannten Volksliedsammlungen, die man bei Bedarf über den Buch- oder Musikalienhandel beziehen soll. Wer unbedingt mehr will, muss selbst das Nachgestalten alter Volkslieder probieren. Jeder soll, so findet Elsa Laura, sein eigener Dilettant werden.
Im Sommer 1910 ist plötzlich alles anders.

Zum Start der kommenden Saison 1910/1911 werden insgesamt drei Notenhefte mit „Lieder zu Laute“ von Elsa Laura von Wolzogen erscheinen: Band 1 und 2 mit je 50 Volksliedern in der Wolzogens Bearbeitung. Band 3 mit 10 selbst komponierten Melodien zu vorgegebenen Volksliedtexten.
Band 3, mit zehn selbstkomponierten Liedern, war von Anfang an geplant. Wie später bei einer Langspielplatte soll ein showcase für Elsa Lauras eigenen Stil geschaffen werden. Selbstständige Beiträge zur deutschen Volksmusik, mit denen sie sich in die Greatest-Hits-Sammlung der deutschen Volkslieder einschreiben will.
Schon im Juli 1908 wusste Elsa Laura zu berichten: „Nach jedem meiner Vortragsabende erfolgen an die Musikalienhändler und an mich selbst zahlreiche Anfragen, wo die von mir gesungenen Lieder gedruckt zu haben seien“. Aber wenn sie selbst die Notenhefte nicht liefert, machen das eben andere.
Die anderen kann man Anfang 1910 nicht mehr ignorieren. Elsa Laura geht in die Offensive.
„Meine Lieder zur Laute“: Wettbewerb der Notenhefte

Ein richtiges Lautenlieder-Notenheft gibt es schon seit Juni 1908, das „Kothe-Liederbuch“. Robert Kothes Karriere läuft seit den frühen Zeiten von „Wolzogen’s buntem Theater“ parallel zu Elsa Lauras, nur von München aus. Im April 1901, kurz vor Elsas Lauras Debut im „Bunten Theater“, tritt Kothe, eigentlich Jurist, Vortragskünstler in der Freizeit, bei der ersten Vorstellung der „Elf Scharfrichter“ mit Gitarre auf. 1904 wechselt er, genauso wie Elsa Laura, zur Laute.
Kothe sucht gezielt die Nähe zur akademischen Musik und gründet mit dem Kammermusiker Heinrich Scherrer einen Gitarrenklub, um offiziell die Wiederbelebung von Volkslied und Laute zu propagieren. Anders als Elsa Laura publiziert Kothe von Anfang an Notenhefte mit seinem Saisonprogramm, die zunächst nur lokal und in kleiner Auflage erscheinen. Er will pädagogisch wirken und zum direkten Nachspielen anleiten.
Das „Kothe-Liederbuch“, zugleich sein Saisonprogramm für 1908/1909, erscheint im Juni 1908 bei Hofmeister in Leipzig und wird im verlagseigenen „Musikalisch-literarischen Monatsbericht“, dem Newsletter für den gesamten Musikalienhandel, groß beworben. Zu dem Zeitpunkt, als Elsa Laura ihr schmales Volksliederheft publiziert, sind „Lieder zur Laute“ so sehr gefragt, dass sich ein deutschlandweiter Vertrieb von Kothes „Liederbuch“ lohnen könnte.
Zum Boom trägt außerdem der „Zupfgeigenhansl“ bei, den Heidelberger Studenten ab Sommer 1908 zusammenstellen und als preisgünstiges Liederheft für Wanderungen und Ausflüge zunächst im Eigenverlag publizieren. Die 500 Exemplare der ersten Auflage, die Anfang 1909 in die Auslieferung gehen, sind schnell ausverkauft. Ihr Herausgeber, der Medizinstudent Hans Breuer, ist im „Wandervogel“ aktiv und findet in den verschiedenen Ortsgruppen der sich formierenden Jugendbewegung interessierte Abnehmer.
In den Zupfgeigern kann man gelehrige Schüler von Elsa Laura erkennen. Herausgeber Breuer, der sich im Wesentlichen im „Deutschen Liederhort“ von Erk/ Böhme bedient, macht genau das, was Elsa Laura vorschlägt: Er gestaltet selbstständig nach, was er in der Volksliedsammlung vorfindet, und wird sein eigener Dilettant.
Eigentlich ist der „Zupfgeigenhansl“ nichts anderes als Elsa Lauras Volksliederheft mit beigedruckten Noten. Ihr Heft, das über Wandervogelkontakte aus Hessen-Darmstadt nach Heidelberg weitergereicht worden sein könnte, ist Breuers offensichtliches Vorbild.
Im Januar 1910 trumpft plötzlich der Leipziger Verlag Breitkopf und Härtel mit der Ankündigung von „Scholander-Programmen“ auf, insgesamt 100 Lieder in zehn Heften, die nach und nach über einen Zeitraum von zwei Jahren erscheinen sollen. Ganz offensichtlich will man bei Breitkopf und Härtel mit seinem Namen Kasse machen und vom allgemeinen Gitarren- und Lautenboom profitieren. Scholander tritt seit seinem ersten Deutschlandkonzert 1896 regelmäßig in Deutschland auf, hat aber nur relativ wenig deutsche Volkslieder im Programm. Scholanders große Hits sind deswegen über die vielen Hefte verteilt und offensichtlich mit Füllmaterial gestreckt.

Hofmeister reagiert sofort. Der Verlag nimmt Elsa Laura v. Wolzogen unter Vertrag und kündigt im März 1910 drei Hefte „Meine Lieder zur Laute“ im hauseigenen „Musikalisch-literarischen Monatsbericht“ als „Voranzeige“ an. Unüblich, denn ausgeliefert wird erst im September. Notwendig, wegen der Konkurrenz.
Außerdem sichert Hofmeister sich die Rechte am „Zupfgeigenhansl“. Um den Absatz von Elsa Lauras Heften nicht zu gefährden, wartet man mit der Ankündigung bis Oktober 1910. Und die „Scholander-Programme“ werden einfach gar nicht im Newsletter gelistet. Wozu die Konkurrenz unterstützen?
Der Angriff von Breitkopf und Härtel ist abgewehrt. Hofmeister hat nicht nur die prominenteste Lautenspielerin im Programm, sondern auch das Gitarrenheft für die Wandervögel unterwegs.
Das Sickingen-Fest am 23. Juli ist eine Werbeveranstaltung mit perfektem Timing. Die Reichen und Schönen der Kurorte wissen es als erstes. Die anderen erfahren es aus der „Illustirten Zeitung“. Oder sehen es später im Laden. „Lieder zur Laute“ sind im Trend. Hausmusik wie von Elsa Laura!
Nicht umsonst heißen die Hefte „Elsa Laura v. Wolzogen – Meine Lieder zur Laute“. Das Foto, das den Notenheften beigegeben ist, zeigt Elsa Laura in Angriffslaune. Am Hals ihrer Laute baumeln die Bänder eines Minnesängers. Sie trägt die Laute wie eine Rockgitarre und blickt herausfordernd Richtung Kamera. Gleich schlägt sie die Saiten an und füllt den Saal mit Klang und Gesang.
Niemand sollte zweifeln, wer hier die Akzente setzt.
Abbildungen
Elsa Laura beim Sickingenfest 1910. llustrirte Zeitung Nr. 3501 Bd. 135 (1910), 4. August 1910, S. 192-193, Foto S. 193. Link zu googlebooks.
Elsa Laura im Fantasiekostüm mit Laute. Illustrirte Zeitung Nr. 3509 Band 135 (1910), 29.09.1910, S. 31. Link zu googlebooks.
Elsa Laura v. Wolzogen mit Laute. Elsa Laura v. Wolzogen: Meine Lieder zur Laute Band II, Leipzig: Friedrich Hofmeister 1910. Public Domain. Eigenes Archiv.
Lautenspielerin und Mann mit Kelch. Hundert deutsche Volkslieder. Ausgewählt, bearbeitet und zur Laute gesungen von Elsa Laura Freifrau von Wolzogen , Stettin/ Leipzig 1908, Rückseite.
Hutten-Sickingen-Denkmal + Ebernburg 1910. Hessel, Karl: In der Herberge der Gerechtigkeit. Historische Szenen aus dem Mai 1521 aufgeführt im Burghof der Ebernburg im Juli 1910, Bad Kreuznach: Voigtländer Nachf. 1910, ohne Seitenzahl. Heimatwissenschaftliche Zentralbibliothek Bad Kreuznach.
Hofmeisters Musikalisch-literarischer Monatsbericht über neue Musikalien, musikalische Schriften und Abbildungen 82 (1910):
- August 1908, S. 222 (Kothe-Liederbuch)
- März 1910, S. 84 (Wichtige Voranzeige: „Meine Lieder zur Laute“)
- Oktober 1910, S. 268 (Zupfgeigenhansl)
- September 1910, S. 240 (Soeben erschienen: „Meine Lieder zur Laute“)
Verwendete Literatur
Hessel, Karl: In der Herberge der Gerechtigkeit. Historische Szenen aus dem Mai 1521 aufgeführt im Burghof der Ebernburg im Juli 1910, Bad Kreuznach: Voigtländer Nachf. 1910. Heimatwissenschaftliche Zentralbibliothek Bad Kreuznach.
Wiesbadener Tagblatt 27.7.1910. Abend auf der Ebernburg. Link zu Hebis.
Elsbeth Krukenberg: Kreuznach als Kunststadt. Eine Sommerplauderei. In: Bonner Zeitung 31.7.1910, S. 5. Link zum Deutschen Zeitungsportal.
Wiesbadener Bade-Blatt 2.8.1910: Radiumsolbad Kreuznach. Link zu Hebis.
Dresdner Nachrichten Frühausgabe 3.8.1910: Aus Bädern und Kurorten. Radium-Solbad Kreuznach. Link zum Deutschen Zeitungsportal.
Albert Drossong: Ein Sickingen-Fest auf der Ebernburg. In: Illustrirte Zeitung Nr. 3501 Bd. 135 (1910), 4. August 1910, S. 192-193, Foto S. 193. Link zu googlebooks.
Karl Hessel (1844-1920). In: LKP – Lexikon Kreuznacher Persönlichkeiten. Link zur Stadt Bad Kreuznach.
Hundert deutsche Volkslieder. Ausgewählt, bearbeitet und zur Laute gesungen von Elsa Laura Freifrau von Wolzogen, Stettin/ Leipzig 1908.
Elsa Laura v. Wolzogen: Meine Lieder zur Laute Band I-III, Leipzig: Friedrich Hofmeister 1910. Public Domain. Eigenes Archiv.
Richard Batka: Musik zur Gitarre oder Laute. In: Der Merker. Österreichische Zeitschrift für Musik und Theater 1 Jg. Heft 8 (Januar 1910), S. 345-348 + Bilderbeilage. Link nach Michigan.
Library of Congress: Catalogue of copyright entries. Part 3: Musical compositions. New Series Vol. 5 Part 1, January-June 1910, S. 356 Nr. 6114: Nachweis für die Scholander-Programme (2. Januar 1910). Link zum Internet Archive.
Maike Mumm: Hans Breuer und die Entstehung des Zupfgeigenhansl 1908. In: Heidelberg. Jahrbuch zur Geschichte der Stadt 13 (2009), S. 67-89. Link zur BLB Karlsruhe.
Nachweise der Volkslieder
Lindenlaub. Dreilaub auf einer Linden
- Elsa Laura v. Wolzogen: Lieder zur Laute I,26-27
- Elsa Laura v. Wolzogen: Volksliederheft S. 43
- Erk/ Böhme, Deutscher Liederhort II,215 Nr. 404
- Reimann, Das deutsche Lied III, S. 14-16
Belohnte Unschuld. Feinsliebchen, Du sollst mir nicht barfuß gehn
- Elsa Laura v. Wolzogen: Lieder zur Laute II,12
- Elsa Laura v. Wolzogen: Volksliederheft S. 47
- Kretschmer/ Zuccamaglio, Deutsche Volkslieder II, S. 120-122 Nr. 55
Leichte Wahl. Mein Mütterlein, mein Mütterlein, das fraget aber mich
- Elsa Laura v. Wolzogen: Lieder zur Laute II,15
- Elsa Laura v. Wolzogen: Volksliederheft S. 60
- Erk/ Böhme, Deutscher Liederhort II,645 Nr. 844
- Reimann, Das deutsche Lied III, S. 10-13