Kategorie: Broschüren und Scharteken

  • Drei Burschen, unterwegs (Kleeblatt-Geschichten 2)

    Eine Eigenart des geheimnisvollen Baues und der rätselhaften Beliebtheitdes Volksliedes sind seine Anklänge an lieb gewordene Phrasen, seineAusdrücke und Wendungen, seine Wiederholungen, Umbildungen, Anklänge,Vorschläge, Elisionen &c. Conrad Beyer, Deutsche Poetik (1883) Was bisher geschah Ein Anfang ist gemacht. Drei Studenten, unterwegs ohne festes Ziel, wollen mit der Wirtin anbandeln. Nichts Ernstes, nur zum Zeitvertreib. Aus […]

  • Gelehrtenfreundschaft und Handschriftenliebe (Magister Knips 1)

    Du weißt, dass ich sehr wenig Literator bin; weißt aber auch, dass ich von der Schule aus noch viel Vergnügen habe, dann und wann einen alten Knaster in seiner eigenen Sprache zu lesen. Livius war immer einer meiner Lieblinge, ob ich gleich Thucydides noch lieber habe. Ich wiederhole also wahrscheinlich zum zehntausendsten Male die Klage, […]

  • Was hat dich bloß so ruiniert? (Held im Hotel Mama 2)

    Die zum Salon führende Tür stand auf, hinter der ich die Gäste, nur wenige, bereits versammelt sah. Ich wurde der Frau vom Hause vorgestellt, einer beinahe schönen Dame, der man sofort abfühlte, dass sie das Heft in Händen hielt und die Geschicke des Hauses, also wahrscheinlich auch die der dort ins Leben tretenden Literatur lenkte. […]

  • Drei Studenten, unterwegs (Kleeblatt-Geschichten 1)

    Wirf die Scharteken weg, und sauf ein Glas Burgunder.Was hilft bei Mädchen dir der ganze dumme Plunder? Justus Friedrich Wilhelm Zachariae: Das Schnupftuch, Ein scherzhaftes Heldengedicht (1754) Der Fund Daraus könnte man doch was machen. Ein Druck von 1480. Gleich auf der ersten Seite ein Bild. Von drei Studenten, die um eine allerschönste Wirtin buhlten. […]

  • Gregor Samsa Superstar (Held im Hotel Mama 1)

    „Über dem Tisch […] hing das Bild, das er vor kurzem aus einer illustrierten Zeitschrift ausgeschnitten und in einem hübschen, vergoldeten Rahmen untergebracht hatte.“ Franz Kafka, Die Verwandlung (1916) Die Voraussetzungen waren alle da. Und „so nahm er zur Zerstreuung die Gewohnheit an, kreuz und quer über Wände und Plafond zu kriechen. Besonders oben auf […]

  • Scharteken: Einleitung

    Mein armer Emil! Die Mode wird dir alle Kraft aus den Sehnen saugen. Du kennst Sophokles, Horaz, Shakespeare, Göthe und welche jämmerlichen Scharteken liest du? Karl Gutzkow, Die Zeitgenossen (1842) Warum Broschüren und Scharteken? Ein Paradox. Schwierige Literatur kann jeder sofort verstehen. So klar und treffend ist jeder Satz formuliert. Kein Wort an der falschen […]