Rekorderfolg mit Heide-Stimmung
„Grün ist die Heide“ erobert die Kinos

„Grün ist die Heide“ kommt Ende November 1932 in die Kinos. Aber anders als üblich, ziemlich riskant. Das soll funktionieren?
- Provinz zuerst. Welturaufführung in Hannover, nicht in Berlin. Wo die echten „Löns“-Fans wohnen. Im Hinterwald, die Heide ganz nah. Ein „Heimatfilm“ eben.
- Heide-Stimmung. Lustig musizierende Vagabunden und Landschaftsaufnahmen sorgen für Heidezauber. Auf das feeling kommt es an. Eine Fluchtwelt, in der jeder seinen Platz findet.
- Aufmachung. Vor dem Film gibt es Livemusik. Löns-Lieder, oft von Komponist Karl Blume persönlich. Dazu ein besinnlicher Vortrag. Und der Kinosaal geschmückt, mit Tannengrün und Jagdemblemen. Das mag der Provinzler.
Alle, wirklich alle wollen den Film sehen. Ein Rekord-Erfolg, mit dem niemand gerechnet hat.
Was macht „Grün ist die Heide“ zum blockbuster? Zeitungen und Fachpresse analysieren.
Inhalt
- Welturaufführung für „Grün ist die Heide“ in Hannover
- Im Preview: Die Stimmung der Lönsschen Dichtung
- Die Premiere (welch ein Beifall;)
- Das Treffen in der Stadtschänke
- Auf dem Weg zum Rekord-Erfolg
- Provinz als Strategie
- Völkerwanderung, sensationell
- Aufmachung und Verwurzelung
- Schlager auf Schlager
Welturaufführung für „Grün ist die Heide“ in Hannover

Gerade läuft „Studentin Helene Willfuer“. Im selben Gebäude, direkt neben dem Kinoeingang: Die „Stadtschänke“ für die Party danach.
Hans Joachim Toll, Lokalreporter beim Hannoverschen Kurier und ganz nah dran am Geschehen, erklärt und sammelt ein paar Tage vor der Uraufführung die Fakten. So läuft das also:
Der Gedanke, die Welturaufführung des Films in Hannover, der Stadt des Dichters Hermann Löns, stattfinden zu lassen, lag nahe, und so findet sie am Montag, 21. November, in den Palast-Lichtspielen an der Bahnhofstraße statt. Der Reinertrag dieser Vorstellung kommt dem Unterstützungsfonds des Vereins Hannoversche Presse zugute. Beginn 20 Uhr 30 Min. Ab Dienstag wird der Film in beiden Theatern, in den Palast-Lichtspielen an der Bahnhofstraße, und in den Weltspielen, Georgstraße, gezeigt.
Reporter Toll bleibt dran an der Story. Er nimmt drei Stationen.
- Station 1, der exklusive Preview für die Presse, am Sonntag vor der Uraufführung. Kann der fertige Film vor Tolls Kritikerblick bestehen?
- Dann Station 2, die Premiere am Montag. Toll bekommt hautnah mit, sieht, wie die Stars auf die Bühne gehen, ist bei den Festreden dabei. Und darf Karl Blume zuhören, der den Titelsong live auf der Bühne singt. Wie kommt er beim Publikum an?
- Fehlt noch Station 3. Bis tief in die Nacht hinein darf Toll bei der Aftershowparty in der Stadtschänke mitfeiern. Ein Treffen mit den Stars, die er schon bei den Dreharbeiten in der Heide begleitet hat. Mit wem gibt es ein Wiedersehen? Ist man aufregt, erleichert, angespannt?
Lies den Hannoverschen Kurier! Reporter Toll hält dich auf dem Laufenden.
Im Preview: Die Stimmung der Lönsschen Dichtung
Nach der ersten, exklusiven Filmsichtung ist Toll hin- und hergerissen. Er beschreibt präzise, was später für den Erfolg des Films sorgt: die Stimmung.
Der „Lönsfilm“ hat ja gar kein „Lönsbuch als Grundlage“! Bloß den Refrain des „volkstümlichsten aller Lönslieder, dem von Karl Blume vertonten „Geheimnis“. Aber das genügt. Denn es geht darum, „die Stimmung der Lönsschen Dichtungen, wie sie aus der tiefen, innigen Verbundenheit mit einer Landschaft und ihren Menschen erblühte, auf das tönende Zelluloid zu bannen.“
Man kommt in Stimmung, weil die Filmleute auf die „Monarchen“ setzen.
Dieser Stimmung Gehalt und Gestalt zu geben, wählte man ein Heide- und Jagdstück aus der Lönsschen Welt, eine Wilderergeschichte nicht ohne Liebe. Es ist gewiß keine Handlung von besonderer Ursprünglichkeit, aber die Regie von Hans Behrendt hat es verstanden, sie als Träger Lönsscher Stimmungen auszuwerten. Vor allem in den ersten Bildern, wenn aus der Weite der Heide, die drei Vagabunden auftauchen, deren liederfrohe Ungebundenheit das Spiel bis zum Schluß, wenn sie singend wieder in die Heide hineinschreiten, begleitet.
Die „Monarchen“ rahmen Anfang und Ende des Filmes. Was bleibt, ist der von Blume gesungene signature song der Heideromantik: „Auf der Lüneburger Heide“. Das ist mehr als genug.
Den Rest erledigen Landschaftaufnahmen, die elegant zwischen die Handlung geschnitten sind. Die Heide-Stimmung trägt durch den ganzen Film:
Das Gesicht der Heide, ihre weiten Flächen, ihre birkenbestandenen Straßen und Wege, ihre Wälder sind in schönen Bildern eingefangen, und die Regie sorgt dafür, daß diese Landschaft nicht nur Staffage, nicht nur ein wirkungsvoller Hintergrund bleibt.
Das „Volksfest“, das in Scheeßel für die Kameras inszeniert wurde, kommt bei Toll nicht ganz so gut an. Die traditionellen Kostüme und Tänze, besonders der „Bunte“, haben ihm gefallen. Aber warum schiebt sich plötzlich eine pappige Kulissenwelt ins Bild? Toll scheint zu durchschauen, dass im Atelier wettgemacht werden sollte, was die Filmleute wegen des Regenwetters vor Ort nicht drehen konnten.
Nicht ganz so geglückt sind die Szenen eines Volksfestes. Man hat von den damals in Scheeßel aufgenommenen Bildern nur einen Teil verwendet; und so echt die Scheeßeler selbst in ihren Trachten und ihrem „Bunten“ sich in die Heidestimmung einfügen — in den anderen Aufnahmen wittert man die Luft der pappwandigen Ateliers.
Hier kippt die Stimmung. Schminke tritt an die Stelle von „Löns“. Oder, wie Toll sagt: Kein „Löns“, sondern „Leichner“. So heißt das damals beste Film- und Theater-Make-up.
Geschminkte Landlust! Immer dann, wenn die an sich knappe Handlung durch zwar wirksame, aber das Tempo zerdehnende Zwischenszenen aufgefüllt wird, wünscht man sich weniger Kulisse, weniger Leichner und mehr Echtheit, mehr Landschaft, mehr Löns.
Was zuviel ist, ist zuviel. Die im Berliner Atelier eingefügte Oberforstrat-Figur, für Toll „eine – fast zu – lustspielmäßigen Type“, passt jedenfalls nicht in die Heide und zerdehnt die Handlung. Zuviel Männer in Uniform. Toll lehnt das ab. Vielleicht verschweigt er deswegen, dass das „Volksfest“ mittlerweile ein „Heideschützenfest“ ist.
Die Premiere (welch ein Beifall;)

Blütenranken verbreiten Heidegemütlichkeit. Der sorgfältig choreographierte Programmablauf bürgt für gedämpfte Feierstimmung.
Über die Premiere wird es nachher heißen, sie sei ein voller Erfolg. In einer knappen Meldung in der Langenberger Zeitung ist von „außerordentlicher Begeisterung“, einem „festlichen Ereignis“ und dem „reichen Beifall“ in den ausverkauften Palast-Lichtspielen die Rede.
Ausverkauftes Haus, starker Beifall. Das ist erstmal nicht mehr als geschicktes Marketing. Lokalreporter Toll berichtet unbestechlich. Wie war es wirklich?
Zu Beginn viel Schau. Die üppige Saaldekoration fällt auf, die Logen strahlen im Erika-Look. Was in Hannover Rang und Namen hat, läuft auf. Klar. Glücklicherweise sind auch sechs Scheeßeler im Folklorekostüm dabei. Wenigstens etwas echte Heidestimmung.
Es war ein festlich geschmücktes Ereignis. Erika blühte allenhalben im Logenhaus. Die Spitzen der Behörden hatten es sich nicht nehmen lassen, an dieser Sonderveranstaltung des Vereins Hannoversche Presse teilzunehmen. Und die es mit am nächsten anging, die Scheeßeler, hatten drei Paare in ihrer staatschen Pracht zur Erstaufführung von „Grün ist die Heide“ in die Palast-Lichtspiele entsandt.
Dann geht es los. Höhepunkt des Vorprogramms wird Karl Blumes Liveauftritt mit dem Titelsong. Er stellt die Festreden und Grußtelegramme der abwesenden Stars locker in den Schatten. Toll erfindet den Zwinker-Emoji, um die Begeisterung typographisch zu fassen. Das alles lange vor social media! Natürlich versteckt im braven Protokollstil:
Liedervorträge des Silcherbund-Doppelquartetts und eines Waldhornquartetts unter Leitung von Chormeister Wilhelm Bein, Lautenlieder, die Karl Blume sang: „Spielmannslied“ und „Grün ist die Heide“ (welch ein Beifall;), ein von W. Torge verfaßter und gesprochener Prolog, die Glückwunschtelegramme der in Berlin durch Filmaufnahmen und Theater festgehaltenen Darsteller Camilla Spira, Theodor Loos, Fritz Kampers gaben den Auftakt für den Film.
Das Vorprogramm folgt dem Muster der „Löns-Gedächtnisfeier“ mit Stummfilm, die Karl Blume und Friedrich Castelle im Juni 1929 den Hannoveraner während der großen Festwoche präsentiert haben. Ganz im Castelle-Stil ist der obligatorische Festvortrag als weihevoll-getragener „Prolog“ tituliert. Den berufenen Löns-Deuter gibt Walter Torge , Schriftleiter des Hannoverschen Kuriers und Vorsitzender des Vereins Hannoverscher Presse. Außerdem Chef von Hans Joachim Toll.
Während des Hauptfilms wechselt die Stimmung:
Ein schier restlos besetztes Haus zeigte sein besonderes Wohlgefallen, ließ den heiteren Szenen um das Vagabunden-Trio und um den mit so possierlichen Einzelheiten lustig ausgestatteten Forstrat Fritz Odemars sein amüsiertes Lachen folgen und bereitete den Hauptdarstellern Peter Voß, Paul Beckers, Karl Blume und Fritz Odemar am Ende einen beifallsfrohen blumenreichen Empfang. Es ging fürwahr sehr festlich zu.
Es wird vor allem herzlich gelacht. Am liebsten haben die Hannoveraner die Monarchen, dicht gefolgt von den Oberforstratscherzen. Dankesgaben am Ende geben der Festveranstaltung einen würdigen Rahmen.
Das Treffen in der Stadtschänke

Man gibt sich betont modernistisch. Filmtitel, Zeit und Ort sind in schlichten Lettern gesetzt, nüchtern wird auf die heavy rotation des Films in gleich zwei Hannoveraner Kinos verwiesen.
Alles in allem ist die Premiere eine ziemlich steife Veranstaltung, streng nach Protokoll. Die Emotionen fein gezügelt und immer an ihrem Platz. Große Gefühle beim Lied, herzliches Lachen beim Film, zum Abschied artig Blumen. Alles an seinem Platz. Fürwahr sehr festlich.
Wäre da nicht die Anschlussveranstaltung. Auf der Einladung, die geladene Gäste erhalten haben, steht’s: „Nach der Vorstellung trifft man sich in der STADTSCHÄNKE“! Jetzt geht es deutlich zwangloser zu.
Hans Joachim Toll stürzt sich in das Getümmel. Das „Heidefest“ in der Schänke gefällt ihm noch viel besser als die Premiere mit Erika an den Logen. Hier toben sich die Filmstars so aus, wie er das von der Kegelbahn in Rotenburg gewohnt ist.
Der Uraufführung folgte in der Stadtschänke so etwas wie ein Heidefest, zu dem sich alle, die es anging, traulich vereinten. Die Scheeßler Jungs und Deerns waren da, und walzten ihre Tänze. Peter Voß, Paul Beckers, Fritz Odemar und Karl Blume hatten alle Hände voll zu tun, um die mannigfaltigen Wünsche nach Autogrammen zu erfüllen. Und alles tanzte wacker mit- und durcheinander, Scheeßler, Prominente und Unprominente.
Tinte fließt in Strömen. Die Musik spielt auf. Wie gewohnt sorgt Karl Blume für den heimlichen Höhepunkt. Kolossal!
Und Karl Blume ließ seine Laute klingen und was ihm sonst an Instrumenten in die Hände geriet. Und Peter Voß sah sich genötigt, immer noch ein Autogramm zu schreiben. Und es war denn überhaupt eine kolossalische Vergnüglichkeit, sozusagen: heidenmäßig heidjermäßig.
Als Erinnerung an den Abend sammelt Blume Widmungen, die die anwesenden Schauspieler in sein druckfrisches Exemplar des Buchs zum Film schreiben. Das ist rechtzeitig zum Filmstart fertig geworden. Löns-Experte Castelle schreibt das Vorwort, neu sind Bilder im Kupfertiefdruck. Gemischt unter die Heideszenen findet sich Bilder aus dem Film. Für zuhause zum Nachlesen. Der Band, so Reporter Toll, liefert „ein Bild der Heide, ihrer Seele und Stimmungen, ihrer Menschen und Tiere“.

Die Stimmung, in der die Widmungen in Blumes Exemplar entstehen, ist eher jovial und atmet den Schwung der Stadtschänken-Vergnügung:
- „In herzlicher Erinnerung an unsere „Grüne Heide“ (Peter Voß)
- „Meinem lieben Monarchen von seinem anderen Monarchen“ (Paule Beckers)
- „Mensch, lieber Blume – alle zwei Jahre solch Lied – und ich kann Dich endlich anpumpen“ (Fritz Odemar)
Nicht nur Fritz Odemar hofft auf ein gutes Geschäft. Blume bittet auch den Vertriebschef des D.L.S., Fritz Kaelber, und den Verleger des Filmbuchs, Heinz Sponholtz, um eine Widmung. Beide schreiben unter dem Eindruck des Kinoerlebnis:
- „Das war meine schönste Uraufführung, die ich in 14 Jahren Film betreuen durfte. Karl Blume tausend Dank dafür.“ (Fritz Kaelber)
- „Dem verdienstvollen Förderer des Volkslieddichters Hermann Löns, und seinem populärsten Komponisten Karl Blume zur Erinnerung an die verheißungsvoll erfolgreiche Uraufführung.“ (Heinz Sponholtz)
Sponholtz ahnt: Eine Verheißung! Kaelber ist hingerissen: Die schönste Uraufführung, seit er Filme betreut! Erfolg liegt in der Luft, man ist elektrisiert.
Auf dem Weg zum Rekord-Erfolg


Links als Sänger von Liedern zur Laute (Fanpostkarte von 1927). Rechts verkleidet als „Monarch“ für den Film „Grün ist die Heide“ (Atelierfoto von 1932).
Direkt nach der Vorstellung im Kino läuft der Reporter des Fachblatts „Der Kinematograph“ zum Telegrafenamt und meldet seine Eindrücke nach Berlin. Später geht‘s vielleicht zurück in die Stadtschänke. Jetzt muss erstmal die Meldung raus. Morgen in der Dienstagsausgabe soll es zu lesen sein. Das geht alle Theaterbesitzer, alle Filmschaffenden an.
„Welturaufführung in Hannover. Drahtbericht.
Festlich freudige Aufnahme des Löns-Films ‚Grün ist die Heide‘.“
So ein Fest kriegen nur Provinzler hin: „Die Leitung der Palast-Lichtspiele hatte alles getan, um die Veranstaltung weit über den Rahmen ähnlicher Provinzpremieren hinaus zu gestaltend“. Die Arroganz des Hauptstadt-Journalisten blitzt auf, um sich widerstandlos zu ergeben.
In Hannover weiß man man, was Kinozuschauer wollen: „Man hörte einleitend das Silcherbund-Doppelquartett mit Waldhornbegleitung, war Zeuge, wie man Karl Blume, den bekannten Komponisten und vielgerühmten Lautensänger, stürmisch feierte, als er sein Spielmannslied und schließlich seinen berühmten Song von der Heide auf der Bühne vortrug.“ Waldhorn + berühmte Songs = Beifallsturm.
Der Film kommt erst später, nach dem warming up, wie eine Nebensache: „Dann rollte der Film ab“. Und wie: „Es war ein ausgesprochener Publikumserfolg, den man auch abseits der lokalen Begeisterung als durchschlagend bezeichnen muß.“
Provinz als Strategie
Als der Reporter zwei Tage später seinen ausführlichen Premierenbericht folgen lässt, ist er noch immer fassungslos. Und geht ins Grundsätzliche. Machen wir in Berlin etwa alles falsch? Sollten wir nicht von der Provinz lernen? Statt überheblich auf lokale Begeisterung herabzublicken? In der Provinz weiß man jedenfalls, wie man Kinosäle bis auf den letzten Platz vollkriegt.
Offenbar gibt es „bei der Klassifizierung des Geschäftswerts“ eines Films Faktoren oder, wie man beim „Kinematographen“ sagt, „Imponderabilien“, „die bisher von der Fachpresse nicht genug gewürdigt worden sind.“ Es wird Zeit, dass nachzuholen.
Wie kommt es, dass „die Wirkung draußen im Reich oft anders ist als hier in der Reichshauptstadt“? Vier key takeaways.
Verwurzelung.
„Man startet die grüne Heide in Hannover, weil hier derjenige Teil Deutschlands ist, in dem Löns am stärksten wurzelt.“ Hier lebt man „beinahe mitten in der Heide“, hat eine emotionale Beziehung zu Löns. Die Hannoveraner hängen am „Herold der Heimat mit besonderer Liebe und Innigkeit.“
Dann klatschen die Leute sogar, wenn Löns mit dem Film wenig mehr als die Titelzeile von Blumes Lied zu tun hat. Ein Beifall, „der um so höher einzuschätzen ist, als er von Verehren des Mannes stammt, der mit einer Zeile lediglich den Titel für das Bild hergab.“
Am liebsten sehen die Leute im Kino, was sie schon kennen und gerade deswegen immer wieder gerne sehen. Und das ist die Landschaft gleich nebenan. Für den Erfolg muss man Wiedererkennungswerte bringen, an Lokalstolz appellieren und das ganze mit viel Gefühl inszenieren.
Aufmachung.
Auf die Show kommt es an. Nicht umsonst baut Direktor Hermann Hagen, der Besitzer der Palast-Lichtspieletheaters, „einen großzügigen Auftakt“ ein. Der Star Blume singt persönlich das Lied von der grünen Heide. Und noch viel mehr: Er wird unterstützt von Musiker vor Ort. Scheeßeler treten in Trachtenkostümen auf. Ein stadtbekannter Journalist trägt einen Prolog vor. Hagen erzeugt „durch diese lokalen Elemente bereits eine Stimmung, die den Erfolg von Haus aus sicherte.“
Reklame.
Rummel machen, Erwartungen wecken. Spektakel und Theaterdonner! „Die gleich Firma, die die grüne Heide herausbringt, ließ für ihren Tierfilm „Bring‘ sie lebend heim …“ Elefanten mit Reklameplakaten durch die Straßen ziehen“. Hauptsache auffallen! Feel the hype. Das geht in der Provinz viel einfacher „als in einer Millionenstadt, wo derartige kleine Attraktionen fast alltäglich sind.“ Blasierten Großstädter fehlt für sowas die Fantasie.
Es muss nicht immer gleich ein Elefant sein. Bei „Grün ist die Heide“ reicht Werbung in der Presse. Ein rasender Reporter in der Heide, exklusive Berichterstattung von der Premiere. Und: Anzeigen in der Zeitung mit Hingucker-Effekt.
Bloß keine Kunst.
Kunst, das ist was für „den kleinen Kreis der Stadttheaterbesucher“. „Die große Masse aber, ganz gleich, ob sie mehr oder weniger intellektuell eingestellt ist, wünscht Abwechslung im Kino, Ablenkung und Erholung.“ „Unser Publikum will keine hohe Kunst. Es wünscht Unterhaltung, die auf möglichst hohem Niveau dargeboten werden soll.“ Versnobte, dünkelbeladene Hauptstadtkritiker können wir da nicht gebrauchen. „Man urteilt in der Provinz nicht nach den streng literarischen Richtlinien, die mancher Referent bei dieser oder jener Berliner Tageszeitung aufstellt.“
Neu sind die vier takeaways höchstens für die Berliner Filmbranche. In der Provinz arbeitet man immer so. Es sind exakt die Verfahren, mit denen die „Castelle-Blume-Löns-Show“ drei Jahre lang die Säle an Rhein, Ruhr und in Westfalen gefüllt hat.
Bei der „Castelle-Blume-Löns-Show“ geht das so:
- Gezeigt wird ein Dokumentarfilm mit Tierszenen, Heidekraut und Torfstechern bei der Arbeit. Außerdem: Wuchtige Denkmalsteine, gerahmt von Birken, Wacholder und Heide. Ziemlich langatmig.
- Auf die Aufmachung kommt es an. Das Label „Löns“. Die Umwidmung zur „Gedächtnisfeier“. Karl Blumes Löns-Lieder, live gesungen. Castelles andachtsvoller Vortrag. Auf einmal so viel mehr als schnöde Bilder aus der Heide.
- Dazu die Verwurzelung. All das kennt man, davon hat man gehört. Löns und seine Heidedichtung. Sein Heldentod im großen Krieg. Karl Blumes Lautenspiel, Castelles radio voice. Das passt zu meiner Welt. Das Schreckliche wie das Schöne.
- Schließlich die Reklame: Die Gedächtnisfeiern werden als einmalige Veranstaltung beworben. Auch wenn es nachher doch wieder mehr werden. In der Tagespresse, mit Anzeige und extra Zeitungsmeldung. Nur heute. Schnell los, bevor die Karten weg sind.
- Kunst? Hat jemand Kunst gesagt?
Völkerwanderung, sensationell
Erst am Freitag 2. Dezember, fast zwei Wochen nach der Uraufführung in Hannover, findet Karl Blume endlich die Zeit, sich bei seiner Frau in Düsseldorf zu melden. Er war viel unterwegs: Hannover, Bremen, Magdeburg, Leipzig. Sein Auto steht immer noch in Hannover, die Tour hat er mit der Bahn absolviert.
Karls Brief, geschrieben auf dem Briefpapier des Leipziger Hotels Fürstenhof, reiht Antwort an Antwort. Auf Fragen, die Ida gar nicht stellt, Karl sich aber denken kann.
Der Verleihchef des D.L.S., Fritz Kaelber, hat gerade mit Blume die aktuellen Zuschauerzahlen besprochen. Die wichtigste Frage, die nach dem Erfolg des Films, kommt trotzdem erst am Schluss. Viel zu aufregend! Die überstandene Magenverstimmung umschreibt Karl jedenfalls mit einer Militärmetapher.
| Was Ida fragen könnte | Was Karl schreibt |
|---|---|
| Warum hast du dich so lange nicht gemeldet? | Entschuldige bitte mein Schweigen. Wenn ich nicht auf der Bahn gesessen habe, lag ich im Bett. |
| Geht es dir gut? | Am Dienstag bin ich 6 bis 7ben mal zur Tante gelaufen, denn ich hatte den Durchmarsch. |
| Warum hast du nicht mal angerufen? | Am Mittwoch als ich wieder in Ordnung war, habe ich gleich D’dorf angerufen aber leider Frau Blume nicht angetroffen. Heute habe ich für teures Geld ebenfalls angerufen u. Fr. Bl. auch wieder nicht angetroffen – . Also so schuldig bin ich doch nicht. |
| Wie lange bleibst du noch weg? | So nun zur Sache. In Leipzig ist heute Schluß. Nach Münster fahre ich nicht. Morgen wird der Wagen geholt u. am Samstag abend werde ich zu Haus sein. |
| Wann kommst du an? | Es wird morgen wohl spät werden, da die Tour von Hannover nicht klein ist u. ich nicht rasen möchte. |
| Wie läuft der Film? | Bremen u. Leipzig Großer! Großer! Erfolg. Völkerwanderung. In Dresden 1 ½ Woche jeden Tag ausverkauft. Kaelber war hier u. sagt daß es ein sensationeller Erfolg sein. Na also! |
Völkerwanderung, jeden Tag ausverkauft. Großer! Großer! Erfolg. Kaelbers Strategie ist aufgegangen.
Die ersten drei Wochen sind entscheidend für den Erfolg eines Films. Vertriebschef Kaelber setzt voll auf die Provinz. Berlin, eigentlich als Ort für Uraufführungen gesetzt, kommt erst ganz am Schluss. Und selbst das bekommt Berlin nicht exklusiv. Am selben Tag startet der Film in Bückeburg, der Hauptstadt des Freistaats Schaumburg-Lippe. Bis November 1918 residierte hier noch ein Fürst, Löns war von 1907 bis 1909 Chefredakteur der örtlichen Zeitung, bis er in Konflikt mit der fürstlichen Presseaufsicht geriet.
Provinzieller kann man nicht werden. Nur dann, so Kaelbers Kalkül, strömen wirklich alle Leute ins Kino. Der Slogan „Welt-Uraufführung in Hannover“ ist nicht ironisch gemeint. Die Welt erreicht man, wenn man im deutschen Hinterwald beginnt. Wo bis vor kurzem noch echte Monarchen regierten. Wo die vielen Leute wohnen, die man in die Kinos locken muss. Jeder will individuell angesprochen werden.
Also wird der übliche Fahrplan für die Filmpremieren der ersten drei Wochen konsequent umgedreht. Berlin kommt erst, wenn die Provinz ihre Premieren hatte. Die Liste der Kinostarts von „Grün ist die Heide“ in den ersten drei Wochen hat es jedenfalls in sich.
| Montag | 21.11. | Hannover, Palast-Lichtspiele |
| Dienstag | 22.11. | Hannover, Palast-Lichtspiele + Weltspiele |
| Donnerstag | 24.11. | Dresden, Prinzeßtheater |
| Dienstag | 29.11. | Bremen, Decla + Europa |
| Dienstag | 29.11. | München, Rathaus-Lichtspiele |
| Mittwoch | 30.11. | Stuttgart, Universum |
| Donnerstag | 1.12. | Leipzig, UT-Lichtspiele |
| Freitag | 2.12. | Oldenburg, Wall-Lichtspiele |
| Freitag | 2.12. | Paderborn, Lichtspiel-Palast |
| Freitag | 2.12. | Münster, Schauburg |
| Freitag | 9.12. | Bückeburg, Rathaus-Lichtspiele |
| Freitag | 9.12. | Berlin, Titania-Palast |
Genauso wichtig wie der innovative Zeitplan sind Verwurzelung und Aufmachung, denn: Lokale Elemente schaffen Stimmung!
Aufmachung und Verwurzelung


Jedes Kino, das „Grün ist die Heide“ bringt, passt seine Werbung an die Verhältnisse vor Ort an. Die Tipps der DLS-Werbeabteilung verstehen sich als Anregung. Was genau die beste Zugkraft hat, wissen die Theaterbesitzer selbst am besten.
- Dresden: Paul Beckers kennt hier jeder. Also ist sein Name in der Zeitungsanzeige mit Fettdruck hervorgehoben, gerahmt von seinen beiden Monarchen-Kollegen: „Darsteller von drei lustigen Typen: Karl Blume/ Paul Beckers, der allbekannte, allbeliebte Dresdner Komiker/ Fritz Kampers“. Dazu die Standardslogans, leicht abgewandelt: „Das Lied, das alle singen“, „Der Tonfilm, auf den alle warten.“
- Bremen: Hier nutzt man den Slogan vom „echten deutschen Heimatfilm“ im Wortsinn. Die Heide, die man vom Wochenendausflug schon kennt, jetzt im Kino! Der Film startet gleich in zwei Theatern, für die Premiere mit dabei: Karl Blume live im Vorprogramm. Das reicht.
- München: Für den nötigen Buzz sorgen tägliche Meldungen in den Münchener neuesten Nachrichten, die sich langsam steigern. Den Bayern muss man die Heide erst noch erklären: „Die Welt der deutschen Heide wird in diesem Film lebendig, eine Welt, die nur wenige kennen“ (Dienstag). „Der Wert des sehenswerten Films liegt in seinen Stimmungsbildern und Volksfestszenen mit ihren echten Heidemenschen …“ (Mittwoch). Dann der Kracher: „Der von allen Teilen des Reiches gemeldete starke, volkstümliche Erfolg des Löns-Films „Grün ist die Heide“ bestätigt sich in den Rathaus-Lichtspielen“ (Freitag). Nichts wie hin.
- Stuttgart: Die Anzeige stellt wieder einen Star in den Mittelpunkt. Stuttgarter, die nicht für „das populärste Lied unserer Tage“ kommen, interessieren sich mit Sicherheit für die weibliche Hauptrolle: „Camilla Spira (die bekannte Rößl-Wirtin aus dem „Weißen Rößl“) ist das blonde Mädchen aus der Heide.“
- Leipzig: „Festliche mitteldeutsche Erstaufführung“! Die UT-Lichtspiele kopieren das Programm der Hannoveraner Festaufführung, bieten zum Auftakt Heide- und Jagdlieder „unter Mitwirkung des Komponisten der Löns-Lieder Karl Blume, des Doppelquartetts des Leipziger Schubertbundes e.V. sowie eines Bläserquartetts“.
- Oldenburg: Wieso ausgerechnet Oldenburg? Die Lokalzeitung kennt Interna aus dem Wall-Theater: „Anläßlich der Fertigstellung des Umbaues hat die Leitung mit dem erst vor zehn Tagen in Hannover uraufgeführten Tonfilm etwas Besonderes bieten wollen, was durch die ungewöhnliche Schnelligkeit, mit der das Werk in Oldenburg angelangt ist, erreicht wurde“, „jedenfalls hat, nach der Stimmung des Publikums bei der gestrigen Aufführung zu urteilen, der Film glänzend gefallen“. Fast zur Nebensache wird der Ortsbezug, auf den wenigstens ein Inserat hinweist: „Dieser Tonfilm wurde in der Umgebung von Rotenburg und Scheeßel gedreht!“
Anders sieht es bei den beiden westfälischen Premieren aus. Offenbar befürchtet man die Verwechslung mit dem Stummfilm „Hermann Löns und seine Heide“, der als Teil der „Castelle-Blume-Löns-Show“ in der ganzen Region ein Riesenerfolg war. Und sattsam bekannt ist. Nicht, dass uns die Leute wegbleiben!
In Münster, wo Löns seine Jugend- und Studentenzeit verbracht hat, bleibt man skeptisch bis zum Schluss. Die Schauburg ettiketiert „Grün ist die Heide“ sicherheitshalber als Literaturverfilmung, „nach der Novelle ‚Der rote Hinnerk‘ von Herm. Löns“. Allerdings hat die kurze Episode aus dem Löns-Roman „Die Häuser von Ohlenhof“ außer einem getöteten Wilderer und einer tanzbegeisterten jungen Frau überhaupt nichts mit dem Film zu tun.
Zusätzlich kombiniert man „Grün ist die Heide“ als double feature mit der Edgar-Wallace-Verfilmung „Der Hexer“. Eine seltsame Wahl. „Wir machen noch bekannt, welcher dieser beiden Spitzenfilm als Hauptfilm eingesetzt wird“. Auch das noch. Kein Wunder, dass Blume, der Hexenmeister an der Laute, gar nicht nach Münster fährt. Hier ist er fehl am Platz.
Auch der Paderborner Lichtspiel-Palast zeigt „Grün ist die Heide“ lieber als double feature mit dem Willy-Forst-Tonfilm „Der Prinz von Arkadien“ aus der Saison 1932/1932. Zum Filmstart betont das Westfälische Volksblatt den Lokalbezug: „Bekanntlich ist die Mutter des Heidedichters – eine geb. Cramer – aus Paderborn“! Ziemlich weit herbeigeholt. Die Geschichte vom „roten Hinnerk“ liefert dieselbe Zeitung als Novelle zum Film einige Tage später.
Schlager auf Schlager


Die Berliner Anzeige zeigt prominent die drei „Monarchen“. Der Europa-Filmverleih hat sie neu für den Kinematographen gestalten lassen.
Für das Inserat im Westfälischen Anzeiger reicht eine Standard-Mater mit dem ertappten Wilderer. Denn exklusiv in Bückeburg singt das Doppel-Quartett des städtischen Männergesangvereins.
Freitag 9. Dezember. Endlich Premiere in Berlin! Und in Bückeburg. Nur im Berliner „Kinematograph“ ist anderntags zu lesen, was die Werbekampagne zu „Grün ist die Heide“ ab jetzt bestimmen wird: Stimmung und Zuschauerzahlen. Oder, wie das Filmblatt titelt, „Schlager auf Schlager“.
Ein Schlager an der Kasse. Dieser Film lohnt sich,
ein Bild, wie es die Theaterbesitzer brauchen. Ein Kassenstück und deshalb ein begrüßenswerter Schlager. Man wird die grüne Heide in der Erfolgsstatistik immer weit vorn finden und wird mit einem dankbaren und zufriedenen Publikum rechnen können.
Und Schlager im Film. Das gilt für Blumes grüne Heide, den neu geschriebenen Marsch „Auf der Lüneburger Heide“ und die Filmmusik insgesamt. Schlager auf Schlager!
Das Lied, das dem Bild den Titel gibt, klingt ab und zu in der famosen Begleitmusik auf, die Walter Ulfig und Grete Walter geschickt und stimmungsfördernd zusammenstellten. Der Schlager des Stückes selbst ist der Marsch, den Karl Blume für die drei Vagabunden komponierte, die als belebendes, erheiterndes Moment durch das Stück ziehen.
Nebenbei definiert der Kinematograph anhand von „Grün ist die Heide“ so etwas wie den neuen Standard für moderne Kino-Unterhaltung. Kein Film, „das künstlerisch in die Spitzengruppe zu rechnen ist“. Aber auch keiner, der sich in rührseligen Sentimentalitäten verliert. Dieser Film hält genau die Mitte.
„Grün ist die Heide“ spart nicht mit den großen Gefühlen. Ein bisschen Ludwig Ganghofer. Jäger und Wilderer im Duell. „Was in der Heide passiert, könnte auch in den bayerischen Bergen abrollen“. Ein bisschen Eugenie Marlitt. Liebe in Gefahr. Denn gerade solche Töne „rühren und fesseln das Publikum. Schaffen eine Kinostimmung, aus der der Erfolg und der starke Beifall erwächst“.
Abgemildert wird zuviel Gefühl durch Blumes Musik und die drei „Monarchen“. Sie schaffen Abstand. Bieten eine neue Lockerheit. Unterhaltung mit ironischer Distanz. Geadelt durch die Heidewelt.
Ausgezeichnet, wie man diese Sänger der Landstraße in das Ganze hineingearbeitet hat, wie man die Lieder Blumes immer dann einsetzt, wenn die Handlung ins Kitischige umzuschlagen droht. Dieses Terzett bildet so etwas wie das dramaturgische Gleichgewicht zu der Wilderergeschichte, für die die hannoversche Heide das Relief gibt.
Der Name „Löns“, dem schon so viel zugeschrieben worden ist, bekommt eine weitere Nebenbedeutung. Jetzt steht er für gute Unterhaltung. „Löns“ mag noch immer der Jäger in Uniform sein, wehrhaft und soldatisch. Nicht umsonst gibt sich Hauptdarsteller Peter Voß auf den Pressefotos gut gelaunt und trägt Gewehr und Fernglas wie Requisiten mit sich herum. Das darfst du nicht so ernst nehmen. „Löns“, das sind die fröhlichen Heide-Lieder, die die „Monarchen“ immer im richtigen Moment trällern. „Löns“, das ist die Heide als Kulisse.
Das Drehbuch, so der „Kinematograph“, liefert „handfeste Kinoarbeit, bei der dem großen lyrischen Dichter eigentlich nichts zurückgeblieben ist als die Heide, als der Hintergrund“. Und die Schauspieler glänzen mit einer Darstellung, die „genau so wie der Name Löns diese mehr als volkstümliche Romanze vergoldet“.
„Grün ist die Heide“, ein solider Unterhaltungfilm, aufgehübscht mit dem Namen „Löns“. Fernab von Nationalstolz oder aktueller Politik.
Jetzt brauchen wir nur noch Besucher für die Erfolgsstatistik zu zählen. Die Kasse klingelt wie von alleine.
Zum Inhaltsverzeichnis.
Zum nächsten Kapitel: „Grün ist die Heide“ – Soundtrack der Machtübernahme?
Abbildungsnachweis
Fotos von Karl Blume. Westfälisches Musikarchiv im Stadtarchiv Hagen.
Palast-Lichtspiele, Hannover (1930). Historisches Museum Hannover, Creative Commons 4.0. Link zur Deutschen Digitalen Bibliothek.
Faltblatt „Spielfolge zur URAUFFÜHRUNG des Europa-Films GRÜN IST DIE HEIDE“. Montag, 21. November 1932, Palast-Lichtspiele Hannover. Gemeindearchiv Scheeßel.
Werbe-Faltblatt für das Buch zum Film „Grün ist die Heide“ von 1932. Gemeindearchiv Scheeßel.
Zeitungsanzeigen für den Film „Grün ist die Heide“.
- Leipziger Volkszeitung 29.11.1929: Anzeige
- Nachrichten für Stadt und Land 3.12.1932 (Oldenburg): Anzeige + Rezension
- Westfälischer Beobachter 10.12.1932 (Bückeburg): Anzeige
- Der Kinematograph 26. Jg. Heft 241 (9.12.1932): Anzeige für die Uraufführung im Berliner Titania-Palast
Verwendete Literatur
Berichte über die Welturaufführung in Hannover:
- Hannoverscher Kurier. Abend-Blatt 23.11.1932, S. 8, Hans Joachim Toll, Welturaufführung! „Grün ist die Heide“ in den Palast-Lichtspielen.
- Der Kinematograph 26. Jg. Heft 228 (22. November 1932): Welturaufführung in Hannover. Drahtbericht
- Der Kinematograph 26. Jg. Heft 230 (24. November 1932): Wenn einer eine Reise tut … Welturaufführung in Hannover
- Langenberger Zeitung 23.11.1932, S. 2: Grün ist die Heide. Welturaufführung des ersten Löns=Films.
Persönliches Exemplar des Buchs „Grün ist die Heide“ von Karl Blume. Westfälisches Musikarchiv im Stadtarchiv Hagen.
Weitere Filmpremieren von „Grün ist die Heide“ in den Zeitungen (November und Dezember 1932):
- Dresdner neueste Nachrichten Donnerstag 24.11.1932: Anzeige
- Bremer nationalsozialistische Zeitung 29.11.1932: Anzeige
- Bremer nationalsozialistische Zeitung 1.12.1932: Rezension
- Münchner neueste Nachrichten 29.11.1932: Ankündigung
- Münchner neueste Nachrichten 30.11.1932: Bericht
- Münchner neueste Nachrichten 02.12.1932: Notiz
- Stuttgarter neues Tageblatt, 29.11.1932, S. 4: Anzeige
- Leipziger Volkszeitung 29.11.1929: Anzeige
- Borken-Bocholter Anzeiger 30.11.1932 (Münster): Ankündigung
- Münsterischer Anzeiger 4.12.1932: Anzeige
- Westfälisches Volksblatt 2.12.1932 (Paderborn): Notiz
- Lippspringer Anzeiger 3.12.1932 (Paderborn): Anzeige
- Westfälisches Volksblatt 7.12.1932 (Paderborn): „Der rote Hinnerk“ in der Zeitung
- Der Kinematograph 26. Jg. Heft 240 (8.12.1932): Ankündigung der Berliner Uraufführung
- Der Kinematograph 26. Jg. Heft 241 (9.12.1932): Große Werbung für Uraufführung im Berliner Titania-Palast
- Der Kinematograph 26. Jg. Heft 242 (10.12.1932): Rezension zur Berliner Uraufführung
- Westfälischer Beobachter 10.12.1932 (Bückeburg): Anzeige
Brief von Karl Blume an Ida Blume. Leipzig 2. Dezember 1932. Westfälisches Musikarchiv im Stadtarchiv Hagen.